Leibniz Apotheke
AKTUELLES

NEUE ÖFFNUNGSZEITEN AM SA

Ab dem 05. Januar 2019 ändern sich unsere Öffnungszeiten am Samstag.
Wir sind dann von 10-14 Uhr für Sie da.


© Bianka Wiebner

VORTRÄGE DER REIHE "THEMENSCHWERPUNKT MS 2019"

Die Vorträge der Reihe «Themenschwerpunkt MS», die in den letzten Jahren ein großer Erfolg waren, werden auch im Jahr 2019 fortgesetzt.

An folgen Tagen werden wir wieder interessante Vorträge mit profilierten Referentinnen und Referenten für Sie veranstalten:

(Termine 2019 in Vorbereitung)

Über die Vortragsthemen, die Referentinnen und Referenten sowie den Veranstaltungsort werden wir Sie hier in Kürze informieren.

Ihre Leibniz Apotheke wird diese interessante Versanstaltung wieder gemeinsam mit der Marien-Apotheke und in Zusammenarbeit mit der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft e.V. (DMSG) Landesverband Niedersachsen veranstalten.

Die Teilnahme wird – wie stets – kostenfrei sein.

ENDLICH ICH! GUTER START IN DIE RENTE

Den Tag, an dem der Wecker nicht mehr in aller Früh klingelt, sehnen viele Menschen schon lange vor Rentenbeginn herbei. Endlich bleibt genug Zeit für all das, wozu man Lust hat, und der Tagesablauf wird nicht mehr von den Arbeitszeiten bestimmt. Wie man sich auf die neue Lebensphase am besten vorbereitet und die dazugewonnene Zeit sinnvoll gestalten kann, verrät die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.
Der Beruf hat maßgeblich die Tagesstruktur bestimmt und im Idealfall eine sinnvolle Aufgabe und Bestätigung gegeben. Nicht zuletzt hat die Arbeit automatisch auch soziale Kontakte ermöglicht. „Der Beginn des Ruhestands ist deshalb eine drastische Zäsur, die man ernstnehmen sollte“, wertet Karl-Ulrich Gscheidle, Wirtschafts- und Sozialpfarrer an der Evangelischen Akademie Bad Boll in Baden-Württemberg. Am besten beginnt man bereits frühzeitig, etwa fünf Jahre vor Rentenbeginn, sich innerlich mit der nachberuflichen Phase auseinanderzusetzen.
Gscheidle rät, sich zu fragen, welche Talente entdeckt und geweckt und welche Pläne noch realisiert werden wollen und wo man sich mit seinen Fähigkeiten und Kenntnissen zukünftig einbringen möchte. Für die Generation der über 65-Jährigen bedeutet es sehr viel, am gesellschaftlichen Leben teilhaben und Verantwortung für sich und andere übernehmen zu können. 
Daher wundert es nicht, dass sich derzeit 42 Prozent in dieser Altersgruppe in Deutschland ehrenamtlich engagieren, wie die Demoskopen herausgefunden haben. Denn es geht nicht darum, dass man eine Beschäftigung hat, sondern eine sinnvolle Aufgabe, für die man Wertschätzung erhält. Wer herausgefunden hat, was ihm besonders am Herzen liegt, findet bei kulturellen Trägern, Stiftungen, der Kirchengemeinde oder bei Sportvereinen viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Der Lohn des Einsatzes ist nicht nur Anerkennung. Ein weiterer positiver Nebeneffekt des Ehrenamtes: Man schließt leicht neue Kontakte. Um eine passende Aufgabe zu finden, nimmt man am besten schon frühzeitig Kontakt zu den verschiedenen Institutionen auf. 
Wem sein Beruf viel Spaß gemacht hat, der kann die Arbeit auch ehrenamtlich fortsetzen und sein Know-how beispielsweise beim Senior-Experten-Service (SES) einsetzen. Die 1990 gegründete Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit ist weltweit tätig und vermittelt Fachkräfte in Unternehmen, Verwaltungen oder medizinische und soziale Einrichtungen – meist in Entwicklungs- und Schwellenländern. Aber auch in Deutschland sind Einsätze möglich. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Förderung junger Menschen in Schule und Ausbildung. Für die Teilnahme am SES braucht man sich nur online zu registrieren. Anerkennung ist garantiert. 

© Neue Apotheken Illustrierte

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NEUROPATHIE: SCHMERZ LASS‘ NACH!

Bei vielen langjährigen Diabetes-Patienten treten Nervenleiden auf. Polyneuropathie nennen dies die Experten. Gewöhnliche Schmerzmittel helfen dann nicht. Welche Maßnahmen eventuell die Nervenschmerzen lindern, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengetragen. 
Das A und O im Kampf gegen eine Nervenschädigung bildet ein gut eingestellter Blutzucker. Eine individuell angepasste Diabetestherapie sowie eine gesunde Lebensweise mit Blick auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung tragen dazu bei. 
Klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac wirken bei Nervenschädigungen nicht. „Es gibt einige Patienten, die sie trotzdem nehmen, um überhaupt etwas zu tun. Aber damit schadet man sich eher, da die Medikamente auch Nebenwirkungen haben“, erklärt Dr. Thomas Cegla, Chefarzt an der Helios Universitätsklinik Wuppertal und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin. 
Bei der Therapie gegen Nervenschmerzen arbeiten Mediziner mit anderen Substanzgruppen: etwa mit Medikamenten gegen Epilepsie oder Depressionen oder mit Opiaten. Die Mittel werden mitunter kombiniert und individuell nach einem festen Zeitschema eingenommen. Für die Behandlung braucht es etwas Geduld. „Generell fängt man mit niedrigen Dosierungen an. Das führt dazu, dass es eine Weile dauert, bis die Wirkung einsetzt“, informiert Cegla. „Nach drei Monaten zeigt sich in etwa, ob man auf dem richtigen Weg ist.“ 
Nicht bei jedem Patienten schlägt die Behandlung gleich gut an. Doch die Schmerzen lassen sich in der Regel um 30 bis 50 Prozent reduzieren. Außerdem gelten auch andere Therapieformen als vielversprechend. „Jeder zweite bis dritte Patient spricht auf spezielle Pflaster mit medizinischem Chili an.“ Das darin enthaltene Capsaicin stimuliert Untereinheiten von Schmerzrezeptoren. Durch die Übererregung der Rezeptoren werden die Nervenenden unempfindlich für Schmerzreize gemacht, erläutert der Schmerzmediziner. Ein weiteres Verfahren, die Transkutane Elektrische Nervenstimulation – kurz TENS –, reizt die Nerven über unterschiedliche Frequenzen und erhält so deren Funktion. Spezielle TENS-Socken bezahlen Krankenkassen in der Regel auf Antrag. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass Vitamin B1 oder dessen Vorstufen das Fortschreiten von Nervenschäden hinauszögern können. 

© Neue Apotheken Illustrierte

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APOTHEKER RATEN: WARUM CORTISON AUSGESCHLICHEN WERDEN MUSS

Am Ende eines Therapiezeitraums darf man Cortison nicht einfach absetzen. Patienten sollten es ausschleichen. Doch warum eigentlich? Und vielleicht noch wichtiger: Was passiert, wenn man sich nicht daran hält? Die Neue Apotheken Illustrierte gibt in ihrer aktuellen Ausgabe Antworten. 
Unser Organismus arbeitet mit körpereigenen Steroidhormonen, die dem Cortison in Arzneiform sehr ähneln. Diese spielen eine wichtige Rolle, zum Beispiel beim Fett-, Zucker- oder Knochenstoffwechsel oder beim Mineralhaushalt. „Das körpereigene Hormon wird von der Nebennierenrinde gebildet – und zwar immer dann, wenn der Bedarf besteht“, erläutert Apothekerin Dr. Ursula Sellerberg von der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. „Führt man nun Kortison von außen zu, dann registriert der mit dem Gehirn verknüpfte Regelkreis Achtung! Es ist genug Kortison da und fährt die eigene Produktion herunter.“
Erhält der Körper diese Botschaft über einen längeren Zeitraum, bildet sich die Nebennierenrinde zurück, weil das Gewebe nicht mehr benötigt wird. „Das an sich ist noch nicht das Problem beim Absetzen“, sagt Sellerberg. Werde die Kortison-Zufuhr jedoch ruckartig gestoppt, müsse der Körper erst einmal realisieren, dass etwas fehlt und dass die Produktion wieder hochgefahren werden muss. Das dauert seine Zeit, und während dieser Phase kann ein Kortison-Mangel auftreten. 
„Es kommt zu einem Steroid-Entzug, der sich durch Schwäche, Müdigkeit, Übelkeit oder Gelenkschmerzen bemerkbar machen kann. Der Blutdruck sinkt, man ist verwirrt“, erklärt Sellerberg. Darüber hinaus kann ein abruptes Absetzen dazu führen, dass die Krankheit, wegen der das Kortisonpräparat ursprünglich eingenommen wurde, erneut aufflammt. Deshalb setzt man Kortison, wenn man es nicht mehr benötigt, sehr langsam ab. In dieser Zeit kann sich die Nebennierenrinde langsam wieder aufbauen. Ab wann man genau ausschleichen sollte und wie langsam die Dosis zu reduzieren ist, entscheidet immer der Arzt. Es kann bis zu drei Monaten dauern. 

© Neue Apotheken Illustrierte

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